Direkt zum Inhalt
Forschungsprojekt FATIFIB Team

Forschungsprojekt FATIFIB

PROJEKT DES MONATS 04/2026 | Mit dem Forschungsprojekt FATIFIB startet Ende Februar 2026 ein zukunftsweisendes Vorhaben zur Weiterentwicklung ressourcenschonender Bauweisen im Ingenieurbau. Ziel des Projekts ist die Entwicklung neuer wissenschaftlicher Grundlagen für den sicheren Einsatz von stahlfaserbewehrtem Beton in Bauteilen, die zyklischen Beanspruchungen ausgesetzt sind.

Über eine Laufzeit von 36 Monaten arbeiten führende Partner aus Forschung und Praxis eng zusammen: Die Technische Universität Wien übernimmt als wissenschaftlicher Partner und Konsortialführer unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Patrick Huber die zentrale Rolle. Als Unternehmenspartner sind die PORR AG mit Dipl.-Ing. Markus Halper sowie die VCE Vienna Consulting Engineers ZT GmbH mit Dr. Dieter Pichler beteiligt. Gefördert wird das Projekt von der FFG Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH.

Fokus auf Nachhaltigkeit und Effizienz im Betonbau

Im Zentrum von FATIFIB steht die Frage, wie Stahlfaserbeton künftig sicher und effizient in tragenden Strukturen eingesetzt werden kann, die wiederkehrenden Belastungen – etwa durch Verkehr oder Wind – ausgesetzt sind.

Durch den gezielten Einsatz von Stahlfasern soll der Bedarf an konventioneller Bewehrung deutlich reduziert werden“, erklärt VCE Geschäftsführer Dieter Pichler.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Weniger Bewehrungsstahl bedeutet geringeren Materialeinsatz, reduzierte CO-Emissionen sowie eine signifikante Vereinfachung der Bauprozesse. Gleichzeitig können Montageaufwände und Bauzeiten verkürzt werden – ein wesentlicher Hebel für mehr Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit im Bauwesen.

Starke Partnerschaft für innovative Lösungen

Bereits beim Kick-off-Meeting Ende Februar wurden gemeinsam Erwartungen definiert, Ideen entwickelt und zentrale Forschungsfragen geschärft. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis bildet dabei die Grundlage für innovative Lösungen, die langfristig in die Anwendung im Infrastruktur- und Hochbau überführt werden sollen.

Mit FATIFIB leisten die Projektpartner einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des modernen Betonbaus und zur Stärkung nachhaltiger Bauweisen im deutschsprachigen Raum.